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Dschungel ......

Dschungel-Improvisation

Moers. Enttäuscht und belohnt gleichzeitig wurde das Publikum beim jüngsten Konzert des Duisburger Rockmusikers Rudi Gall im Scherpenberger Dschungel. Es stand auf Messers Schneide, das Konzert abzusagen. Zwei Musiker waren erkrankt und so nicht zu ersetzen. Spontan konnte Rudi Gall zwei Freunde bewegen, einzuspringen und auf die Bühne zu kommen. Jedoch musste der Rockmusiker auf dröhnenden Bass und traditionelles Schlagzeug verzichten. So machte er aus der Not eine Tugend und bot - Eintritt frei - seinem Publikum einen musikalischen Experimentier- und Improvisationsabend vom Feinsten.

Leiser Rockmusiker

Der Rockmusiker spielte und sang zahllose bekannte Rockklassiker in völlig unbekannter Weise und interpretierte sie dabei in einer sanften lyrischen Art, wie man sie wohl selten gehört hat. Vor allem der Block Beatlessongs nach der Pause begeisterte die Zuhörer, die nach jedem Titel reichlich Applaus spendeten. Es waren zwar nicht viele Zuhörer gekommen, es mögen etwas über 50 gewesen sein, sie aber genossen den Abend in vollen Zügen. An Tischen und mit sanftem schummrigen Licht erinnerte vieles an ein melodisches Cafehauskonzert eines Wiener Liedermachers. Rudi Gall lud dazu ein, auf jede Nuance seiner Musik bewusst zu achten. Das Publikum folgte seiner Einladung. Vor allem während der ersten Lieder war es so mucksmäuschenstill, dass man nicht einmal das Knarren von Stühlen oder ein einziges Räuspern hören konnte. Vor allem im Zusammenspiel mit seinen Kollegen räumte Gall ihnen so viel Raum ein, eigenständig die Themen der Lieder zu interpretieren und zu improvisieren. In der Freiheit und Spontaneität erinnerte vieles eher an ein Jazz-, denn an ein Rockkonzert. Zu guter Letzt versprach Rudi Gall das harte Rockkonzert an gleicher Stelle nachzuholen."Da wird es wieder lauter", versicherte Rudi Gall im Dschungel.

(Kritik in der Rheinischen Post Moers von Hans-Ulrich Kress, 22.März 2005)