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Liebe zur Musik....

Liebe zur Musik war ansteckend

Kultur/ Der Sänger aus Duisburg, Rudi Gall, fesselte seine Zuhörer im Dschungel mit Gesang und tiefsinnigem Humor

Moers. Sanfte Abfahrt durch spontane Spielfreude. In orchestraler Fülle mit synthetischen Streichern, Klavier und einfachen"Sandkisten" als percussive Elemente gastierte Rudi Gall im Scherpenberger "Dschungel". Der Sänger aus Duisburg, der seine ursprüngliche Besetzung kurzfristig ändern musste, fesselte dabei ein kleines, aber sachverständiges und gefühlsmäßig ansprechbares Publikum. Galls Motto im Studio und auf der Bühne war und ist immer noch das verbindende Element musikalischen Zusammenspiels. Dennoch zeigte sich der Sänger, der auch schon Parts in Musicals übernommen hat, überrascht von der Eigendynamik des Quintetts. "Ich kenne die Stücke gar nicht mehr wieder. Es macht einen Riesenspaß!" Da spürte nicht nur der Kenner die ansteckende Liebe zur Musik. Gall und seine Freunde erfanden an diesem Abend zwar das Genre nicht neu, aber sie entwickelten und gestalteten frische Farben zu bekannten Klassikern der Popmusik.

Herausragend die Tom-Jones-Schnulze "Deliah". In der bewies Rudi Gall auch in der ekstatischen Lage der Kopfstimme die Fähigkeit Nuancen zu artikulieren ohne "abzukrähen". Das zeichnet die Qualität eines Sängers aus. Im Wechsel mit dem betörend weichen Bariton der Klasse eines Chris Rea entstand eine wunderbar anzuhörende Dynamik. Auch dem Schmalzdrama "Moon River" (aus dem Film "Frühstuck bei Tiffany") verlieh Gall neue Intensität. Mit Song und Film verbänden ihn, so Gall, eigene Erinnerungen: "Die Szene mit dem roten Kater, der aus der Mülltonne springt, könnte ich zehnmal hintereinander sehen. An der Stelle heule ich immer. Ich hatte auch einmal einen Kater." Tiefsinniger Humor.

Ausgezeichnetes Klanggefühl bewies Keyboarder Bruno Seletkovic, der die synthetischen Streicherklänge immer gezielt    auf den Punkt brachte, kitschig-wülstige Kleistertöne vermied. An Sopran- und Tenorsaxophon erwies sich der 40-jährige Jazzprofi George Tjong-Ajong aus Frechen als idealer Partner. Seine feinnervig abgestimmten Floskeln fanden immer Freiraum zur Entfaltung. Eine überzeugende rythmische Abrundung lieferten die Percussionisten Jürgen und Gerd Breuer mit virtuoser Technik.

In seiner Stammbesetzung gastiert Gall nun am 29.Mai (20 Uhr) im Dschungel.

(Kritik in der WAZ Moers von Carl Korte, 22.März 2005)